Gemeindewappen

92637 Weiden

Das Wappen der Stadt Weiden ist ein Gedicht

Aus 3 Bildelementen besteht das Wappen von Weiden,
ich beschreibe zunächst einmal die oberen beiden.
Denn im oberen Bereich ist das Wappen geteilt und gespalten,
links vorne ist in Schwarz ein rot gekrönter, rot bewehrter goldener Löwe enthalten.
Und damit das Wappen auch in bayerischem Glanze glänzt,
hat Ludwig der V. von der Pfalz es rechts hinten noch mit den bayerischen Rauten ergänzt.
Ursprünglich fehlten diese Elemente nämlich beide,
seit dem frühen 15. Jahrhundert kannte man zunächst nämlich nur die für den Ortsnamen redende Weide.
Unten im Wappen sieht man diese grüne Weide auf grünem Dreiberg in Rot,
und dieser Weidenbaum ist in Weiden ganz gewiss nie von der Sterichung bedroht.

Das Wappen von Walderbach ist ein Gedicht

Alles andere wäre ja auch wirklich schwach,
zu Walderbach passt nun einfach mal Wald und Bach.

Das haben sich auch die „Wappenmacher“ sicher gedacht
und haben diese beiden Elemente in das Wappen mit eingebracht.

In der linken Hälfte sieht man den Hintergrund leicht grün schraffiert,
und dass ein Nadelbaum als Sinnbild für den Wald diese Hälfte ziert.

Darunter scheint sich das blaue, schlangenlinienförmige Querband fast zu bewegen,
es versinnlicht in diesem Wappen den durch den Ort fließenden „Regen“.

Der rechte Teil des Wappens ist im oberen und unteren Teil rot gehalten,
mit drei roten Rosen im weißen Querbalken gelang es, auch diese Hälfte schön zu gestalten.

Die Rosen sind bereits im Wappen des Gründers des Ortes und Klosters vorgekommen,
und wurden zur Erinnerung daran dem Stiftswappen des Landgrafen Stefling-Riedenburg entnommen.

Das Kloster nämlich hatte sich seinerzeit nicht geniert
und das Wappen des Grafengeschlechts seit mindestens 1463 im Siegel geführt.

Das Wappen von Vierkirchen ist ein Gedicht

Ein weißer Storchenrumpf mit rotem Schnabel und das Ganze in Blau
diese Worte beschreiben das Wappen von Vierkirchen haargenau.
Der Storchenrumpf, so ist es in alten Archiven zu lesen,
ist früher bereits das Wappen der Herren (nobiles) von Vierkirchen gewesen.
Und welche Bedeutung hat wohl der blaue Hintergrund?
Genau! Er tut Vierkirchens Zugehörigkeit zu Bayern kund.
Das Wappen von Vierkirchen ist von ungefähr gekommen
der als Richter nachweisbare „Dietreich der Viechtkircher“
hat es bereits zwischen 1375 und 1378 als Siegel hergenommen.
Der ehemalige Lehrer Georg Sigl hat das heutige Wappen schließlich kreiert,
die Bayerische Staatsregierung hat dann 1957 die Verleihung organisiert.
Die Störche gehörten zu Vierkirchen lange Zeit,
bis etwa 1964 waren sie zum Wohnen auf dem Kirchturm bereit.
Seit etwa 5 Jahren ist man in Vierkirchen sehr bemüht
man wünscht so sehr, dass das Wappentier wieder nach Vierkirchen zieht.
Eine Bürgergruppe war von dieser Idee so sehr fasziniert
hat ein aufwändiges Storchennest gebaut und dieses auch montiert.
Kurzzeitig hatten sich im Ortsteil Jedenhofen für einige Stunden
auf dem Betriebsgelände der Zentralkläranlage 3 Störche eingefunden.
Das Pärchen ist dann aber bald nach Eisenhofen geflogen,
mittlerweile hat es sich aber auch dort bereits wieder verzogen.
Und so wartet und hofft man in Vierkirchen weiter, dass der einzelne
Storch einen Partner findet
und dann vielleicht in Vierkirchen seine neue Familie gründet.

Das Wappen von Untersteinach ist ein Gedicht

Das Wappen von Untersteinach ist in zwei Hälften gespalten,
links ist der Hintergrund in Silber, rechts in Rot gehalten.

Auf dem silbernem Hintergrund befindet sich starr und steif
ein nach links gewendeter roter Greif.

Rechts und ich erläutere anschließend gleich das Ganze,
steht ein silberner, wiedersehender, nackter Mann mit einer Lanze.

Der Lanzenmann im Wappen erklärt sich ganz schnell,
er stellt die Beziehung her zum Adelsgeschlecht der „von Varell“.

Zunächst dachte man in Untersteinach, dass die Lanze gegen einen Fisch gerichtet war,
tatsächlich ist es aber ein Drachen, auf dem Wappen aber leider unsichtbar.

Diese These ist sicherlich nicht verkehrt,
denn in der Kirche der Varel wurde der Drachenkämpfer St. Michael als Gründungspatron geehrt.

Das Wappen von Unterschleißheim ist ein Gedicht

Egal wie lange der Blick auf dem Wappen verweilt,
es ist in jedem Fall von Blau und Gold geteilt.

Oben ist ein goldener Zickzackbalken im blauen Feld zu sehen,
das ist nicht ohne geschichtlichen Hintergrund geschehen.

Denn dieser obere Teil stellt das Wappen von Kloster Scheyern dar,
das auch gleichzeitig das älteste Wappen der Wittelsbacher war.

Warum Unterschleißheim dies in sein Wappen einbezieht?
Nun, die Wittelsbacher waren einer der ältesten Grundherren im heutigen Gemeindegebiet.

Was wohl das Wappen im unteren Teil zu bieten hat?
Auf Gold schräg gekreuzt einen grünen Fichtenzweig und ein grünes Eichenblatt.

Grund für diesen sogenannten „sprechenden Teil“ des Wappens, so kann man lesen,
ist der vormals größte Gemeindeteil, nämlich Lohhof, gewesen.

Dort haben die Menschen bis zu Beginn in diesem Jahrhundert,
einen Mischwald und einen Hof in der Lohe lange bewundert.

Das Wappen von Todtenweis ist ein Gedicht

Wenn unser Blick das Wappen ergreift,
sieht man zunächst eine blaue Spitze in Silber eingeschweift.

Auch der Inhalt dieser Spitze ist nicht ohne,
es ist eine goldene Königskrone.

Der Grund für die Krone ist eindeutig klar,
sie stellt die Beziehung zur Kaiserin Kunigunde dar.

Links hat unser Blick ein blaues Ulrichskreuz gefunden,
die heutige Gemeinde Todtenweis ist nämlich eng mit dem Kloster St. Ulrich und Afra verbunden.

Die Pfarrkirche ist dem hl. Ulrich und der Afra geweiht,
und da ist das Ulrichskreuz auf dem Wappen in jedem Fall gescheit.

Auf der rechten Seite kann man ein schwarzes Kreuz erleben,
man sieht es, besteckt mit einem kurzen Balken, schweben.

Dies ist das Zeichen, dass man stets daran denkt,
das Gemeindegebiet wurde dem Kloster im Jahr 1042 von Kaiserin Kunigunde geschenkt.

Die Farben silber und blau haben es den Wappengebern angetan,
sie zeigen den früheren Besitz der Wittelsbacher im Nachhinein an.

Das Wappen von Teising ist ein Gedicht

Der erste Blick, der über das Wappen eilt,
sieht, es ist von Blau und Silber schräg geteilt.

Oben sieht man eine goldene heraldische Lilie schon,
sie ist das Attribut des heiligen Johannes des Täufers, der war in Teising Kirchenpatron.

Teising war nämlich, aber das wussten alle bald,
eine Nebenkirche der Pfarrei Burgkirchen am Wald.

Als Mariensymbol unterstreicht die Lilie enge historische Beziehungen, so hat man herausgefunden,
denn Teising war einst sehr stark an das Chorherrenstift Altötting gebunden.

Wie aber kam es zu der Schrägteilung mit den drei Pfählen?
Das kommt aus dem Ortswappen der Herren von Teysingen, so kann man erzählen.

Diese Herren waren nämlich als Ortsadelsgeschlecht eindeutig und klar
im 13. und 14. Jahrhundert nachweisbar.

Auch die Feldfarben Silber und Blau ergeben einen tieferen Sinn,
sie weisen auf die historische Einbindung der Gemeinde in das wittelsbachische Herzogtum Bayern hin.

Das Scheyerer Wappen ist ein Gedicht

Das in blau gehaltene Wappen wird in der unteren Hälfte von einem Zickzackbalken dominiert,
dieser hat auch schon andere Wappen wittelsbachischer Gründungen geziert.
Golden gesenkt hat der Balken seither das Wappen verschönt,
er ist an das einstige Wahrzeichen des Klosters angelehnt.
Schon im Jahr 1352 – und das ist geschichtlich gestützt,
hat Abt Wolfgang von Scheyern erstmals dieses Zeichen benützt.
Nun gab es allerdings schon diesen Balken auf schönem Blau,
das Wappen von Pfaffenhofen glich diesem haargenau.
Das wollte man natürlich vermeiden
und um sich von Pfaffenhofen zu unterscheiden
hat man sich nicht lange gequält
und als Beizeichen das Patriarchenkreuz gewählt.
In silberner Farbe ist dieses Doppelkreuz auf dem Wappen zu sehen.
Es soll auf die Fassung des berühmten Scheyerer Kreuzpartikels aus dem 12. Jahrhundert bereits zurück gehen.

Das Wappen von Rudelzhausen ist ein Gedicht

Zunächst sieht man einen silbernen Pferderumpf in Blau,
und natürlich zeigt dies einen klaren Bezug zur Hallertau.

Die Hallertauer zumindest erkennen ihren Schimmel sofort,
der „verreckt“ sein soll in einer der vielen „Schimmel-Kapellen“ vor Ort.

Die bekannteste dieser sagenhaften Kapellen ist in Enzlhausen zu finden,
um zu erraten, dass dies zu Rudelzhausen gehört, braucht man sich nicht zu schinden.

Mit dem Schimmel allein ist die Beschreibung jedoch noch lange nicht beendet,
denn er trägt senkrecht zwischen den Vorderbeinen einen goldenen Bischofsstab, links gewendet.

Dieser Bischofsstab deutet kirchliche und grundherrschaftliche Hintergründe an,
so war Rudelzhausen ab dem 8. Jahrhundert dem Bistum und Hochstift Freising zugetan.

Heute gehört Rudelzhausen zum Bistum Regensburg, das stimmt haargenau,
den Pfarrer von Kirchdorf/Rudelzhausen nannte man früher scherzhaft den „Bischof der Hallertau“.

Auch bayerische Herzöge sind einst als Herrschaftsinshaber in Rudelzhausen vorgekommen,
darum wurden die Farben Silber und Blau ins Wappen genommen.

Das Wappen von Röhrmoos ist ein Gedicht

Auf dem Wappen von Röhrmoos
ist wirklich allerhand was los.
Im oberen Teil sieht man auf schwarzem Hintergrund
einen goldenen Keiler mit offenem Mund.
Dieser Kopf eines männlichen Wildschweins hatte bereits das Wappen
einer Röhrmooser Adelsfamilie zwischen 1050 und 1400 geziert,
und deshalb wurde er auch in das Gemeindewappen integriert.
Der Hintergrund des unteren Wappenteils ist in goldenem Ton
darübergelegt sind drei grüne Schilfrohre mit schwarzen Rohrkolben und zwar völlig synchron.
Die Rohrkolben zeugen von einem sumpfigen Gelände
und damit ist die Erklärung des Röhrmooser Wappens schon zu Ende.