Kostproben

Alte Liebe

Alles Gute zu deinem Freudentag
von einem, der dich immer noch mag.
Von dem, der den Fehler längst bereut
und er sich auf ein Wiedersehn freut.
Von dem, dem zur Rückkehr der Mut oft fehlte
obwohl ihn oft die Sehnsucht quälte.
Von dem, der nicht zu schätzen wusste
was du ihm hast gegeben,
der aber doch erfahren musste
dass er dich braucht in seinem Leben.
Von dem, der dich in letzter Zeit viel zu selten sah,
der wieder bei dir sein will, ganz ganz nah.
Ich bin gewiss, du weißt, wer dir dies hier schrieb,
liebe ??, jetzt bin ich sicher
Ich hab dich lieb!!!

Im Leben muss man sich ja auch des öfteren noch anderen Prüfungen unterziehen.
Und wie es in den meisten von uns an solchen Tagen aussieht, das hab ich in meinem nächsten Gedicht versucht zu beschreiben:

Klausur

Wir schreiben heute ne Klausur,
ich weiß nicht viel, was mach ich nur?
Denn über das Haushalts- und Kassenwesen
hab ich noch nicht sehr viel gelesen.
Ach laß doch kommen, ich werd schon sehn
irgendwie wird es schon gehn.
Ich seh, dass der Nachbar, der neben mir sitzt
mindestens genausoviel schwitzt.
Die Blätter werden ausgegeben
hat es sich nun gelohnt das „Streben“?
Mit Entsetzen stell ich fest,
dass mich der Nachbar nicht spicken lässt.
Die Panik steigt jetzt immer mehr
wo krieg ich bloß die Punkte her?
Der Spicker, den hab ich schon im Hemd,
ist bloß blöd, dass der drin klemmt.
Ich hab keine Chance, ihn zu kriegen,
ich werd durch die Prüfung fliegen.
Mein Hirn ist genauso leer wie mein Blatt,
ich fühl mich abgekämpft und matt,
langsam, glaub ich, muss ich mich besinnen,
und mit dem Schreiben mal beginnen.
Plötzlich ein paar Geistesblitze
Mensch ich bin ja richtig spitze.
Jetzt arbeite ich mit voller Kraft,
ich bin ganz sicher, ich habs geschafft.
Die Zeit ist um, das Blatt ist voll,
jetzt fühle ich mich so richtig toll.
Das nächste Mal, das sag ich nicht nur,
da hab ich keine Angst mehr vor der Klausur!

Ein ganz wichtiges Thema in meinen Gedichten ist der Sport. Und natürlich – passend zur Fußball-WM hab ich mir wieder Gedanken gemacht, was denn passiert, wenn die deutsche Elf nicht so erfolgreich ist, wie sie sein sollte.
Dann beginnt nämlich sicherlich wieder die Diskussion um den nächsten Bundestrainer.
Ich hab meinen Favoriten schon mal ausgemacht. Vielleicht kann ich auch Sie überzeugen:

Fußball-Bundestrainer – der Boris wär doch einer!

Bei der EM früh ausgeschieden, viele haben geflucht,
seit Wochen wird ein neuer Bundestrainer nun gesucht.
Der Hitzfeld war einer für die jetzige Lage,
doch plötzlich sagt der: „Kommt nicht in Frage“!
Dann waren alle auf König Otto gespannt,
doch Rehakles bleibt in Griechenland.
Sonst ist landauf, landab kein Kandidat in Sicht,
auch den Lothar Matthäus wollen die meisten nicht.
Drum möchte ich und ich hoffe, es wird mir gelingen,
den Boris Becker in die Diskussion einbringen.
Er redet mittlerweile ohne Stottern ins Mikrofon,
fuhr mit der Mannschaft im Mannschaftsbus schon.
Das langweilige Geschiebe würde er durch Surf und Volley ersetzen,
der Torwart schlägt ab und der Stürmer muss nur noch den Ball einnetzen.
Er würde den Gegner nicht durch die Mitte attackieren
sondern „longline“ oder „cross“ passieren.
Den Ball ließe er nicht erst lang stoppen,
er würde die gegnerische Abwehr sofort überlobben.
Ja der Boris Becker, das wäre der richtige Mann,
der den deutschen Fuaßball noch retten kann.
Ich glaube, mit dem Boris klappt es unter jeder Garantie,
dann hieße es wieder öfter: „Advantage Germany“!

So, das war mein erster Teil. Sollte ich in die Endrunde kommen, können Sie von mir noch einen gereimten Witz, ein gefühlsbetontes Gedicht und mein Gedicht für alle frisch verheirateten mit dem Titel „Ja“ hören.
Also, sagen Sie „Ja“ zu mir, dann les ich gern noch weiter hier!

Liebe Hörerinnen und Hörer,
es freut mich, dass ich an der Endrunde teilnehmen darf. Wie versprochen beginne ich gleich mit einem Gedicht mit sehr viel Gefühl – schließen Sie die Augen und lassen Sie sich begeistern:

Gefühle

Von Angesicht zu Angesicht
so zwei, drei Meter, mehr sind es nicht,
sitz ich ihr gegenüber.
Zwei Augen leuchten fürchterlich,
ich seh, die Beiden freuen sich,
die Frage ist, worüber?
Das Angesicht bewegt sich her,
den Abstand gibt es jetzt nicht mehr,
das Herz beginnt zu flimmern.
Die Augen sind jetzt völlig leer,
was jetzt kommt, das ist ohne Gewähr,
ich muss mich um sie kümmern.
Zwei Lippen kann ich jetzt verspürn,
die meinen Mund so süß berührn,
das Gefühl ist unbeschreiblich.
Ich glaube, sie will mich verführn,
ich kann mich nicht mehr länger ziehrn,
sie ist unheimlich weiblich.
Zwei Hände streicheln meinen Bauch
mir gefällt das und ihm auch,
wir können das nicht missen.
Das ist bei uns nun mal so Brauch,
doch klar, dass ich dabei nicht fauch,
noch bin ich nicht verschlissen.
Doch plötzlich bin ich völlig high
die Hände streicheln alle zwei
jetzt über meinen Rücken.
Ich weiß, ich bin jetzt an der Reih,
ganz mittendrin und voll dabei,
versuch ich sie zu entzücken.
Wer dies Gefühl mal hat erlebt,
der ist sehr oft danach bestrebt
es wieder zu erfahren.
Weil es die Stimmung einfach hebt,
weil´s da in einem wirklich bebt,
vom Zeh bis zu den Haaren!

Nach dieser schönen gefühlvollen Erfahrung darfs jetzt ruhig etwas deftiger werden.
Fahren Sie mit in einem Abteil eines Zuges, der gerade durch einen Tunnel gefahren ist
und versuchen Sie, die Tatvorgänge nachzuvollziehen:

Der Watschenbaum fällt um – hochdeutsch: Die Ohrfeige

Im Zugabteil sitzen voller Wonne
ein Deutscher, ein Holländer, ein junges Mädchen und eine Nonne.
Das Licht im Abteil, es ist defekt
das haben sie bei der Durchfahrt durch einen Tunnel entdeckt.
Und während die Fahrt durch den Tunnel führt
ist in dem Abteil dann etwas schreckliches passiert.
Ein kurzer Kracher, es hat recht fest gezischt
und schon hatte der Holländer eine erwischt.
Der Zug fährt wieder aus dem Tunnel raus,
und keiner der Gäste kennt sich aus.
Die Nonne hat den Deutschen in Verdacht,
dass der sich an das junge Mädchen ranmacht.
Das hat natürlich nicht funktioniert
und deswegen hat die ihm eine geschmiert.
Das Mädchen denkt, als das Licht erlischt,
da hat der Deutsche wohl statt mir die Nonne erwischt.
Die hat da drüber nicht recht gelacht
und deswegen hats im Tunnel gekracht.
Der Holländer denkt sich, der Deutsche, der Hund
der betatscht doch das junge Mädchen ganz ohne Grund.
Die wollte sich dafür revanschieren, doch der Deutsche hat sich geduckt,
drum habe ich die Ohrfeige aus Versehen geschluckt.
Der Deutsche denkt sich nur ganz lässig und munter
im nächsten Tunnel hau ich dem Holländer wieder runter.

Zu guter Letzt: Ein sehr wichtiges Rezept, dass viele leider nicht kennen oder nicht anwenden. Vielleicht hat es ihnen der Standesbeamte aber auch nicht gesagt:
Versetzen Sie sich in die Lage eines Brautpaars, das gerade am Traualtar steht und diese Worte hört:

Einmal täglich „Ja“
(Ein Rezept für eine gute Ehe)

Ich habe Sie gerade einzeln gefragt
und Sie haben beide zueinander „Ja“ gesagt.
Dieses „Ja“ gilt bei manchen für die Ewigkeit,
bei anderen oft nur für kurze Zeit.
Ich wünsche Ihnen eine heile Ehewelt,
und dass Ihr „Ja-Wort“ recht lange hält.
Besonders schön wäre es, wenn Sie es wagen,
jeden Tag wieder neu zueinander „Ja“ zu sagen.
Mit einem täglich erneuertem „Ja“,
sagen Sie dem Partner: „Ich bin für dich da“!
So ein „Ja“ ist von allem am wenigsten vergänglich,
in mancher Partnerschaft reicht das sogar zu „lebenslänglich“!
Ein tägliches „Ja“ ist doch wirklich ganz leicht,
ich hoffe, dass es auch bei Ihnen zu einer langen, gemeinsamen Zukunft reicht.
Und damit bin ich am Ende meines kurzen Verses schon
ich überbringe meinen Glückwunsch und meine Gratulation!

Begrüßungsgedicht anlässlich der Einweihung des Dorfplatzes und des Alten Rathauses in Baar-Ebenhausen (vorgetragen von Gabriel Seidl)

Griaß Gott beinand, mei bin I froh
dass I do heit dabei sei ko.

Der neie Dorfbloz werd eingeweiht
des freit an Buagamoaster gscheit.

Weil in dem ganzen Bauprojekt
ned bloß a bisserl Arbad steckt.

De Anlieger mussten sich an den Umbau gwehner
dafür ham ses in Zukunft umso schener.

Zunächst hod ja koaner glaabt, dass des überhappts geht
dann aber kam des Konjunkturpaket.

Der Buagamaoster, der hod ned erst lang gschaut
sondern glei olle überzeugt, dass guad is, wenn ma baut.

Die Staatszuschüsse wurden aktiviert
und wia ma sigd, hod se des rentiert.

De Gmoa hod an schena Bloz draus gmacht
und zamm mim Oidn Rathaus is des a Pracht.

Ins Oide Rathaus ziang d´Leit boid ei,
des werd gwieß a beliebter Treffpunkt sei.

Die Senioren kenna drin feiern ganz ohne Stress
wer gescheider wern wui, geht zur VHS.

Manche wern a ins Oide Rathaus renna
damit sie zuanander „Ja“ song kenna.

Im Obergschoss steht a Sitzungssaal paraad
in dem sich ois um wichtige Beschlüsse draaht.

Der Gmoarat griagt dort a neie Unterkunft
und entscheidt dort hoffentlich mit vui Vernunft

wos künftig in Baar-Ebenhausen no passiert
denn des is wichtig – garantiert!

Wichtig is aber a, dass mei Gedicht zu Ende gäht
weil ja no einiges aufm Programm drauf stäht.

Dassz ihr mir zuaghört habts, des war nett von eich,
der nächste Redner, der kimmt sogleich!

Paul Thaller, www.verserl-paule.de

Gewichtsprobleme

Beim nächsten Gedicht is as Zuahern Pflicht
denn bei dem Gedicht geht’s ums liabe G´wicht.
Wer hod denn no ned mal wegs dem bleden G´wicht,
auf wos, wos er gern mog, einfach verzicht?
Ned bloß de junga Deandl san ganz drauf erpicht,
dass ma ja koa Gramm Fett ned an eaner dro sicht.
Na, a für vui Mannerleit is es heitzutags Pflicht,
dass noch der Arbad no für die Fitness wos gschicht.
Statt dass ma sich dahoam was zum Essen herricht,
sigd ma erm, wia er mit dem Hometrainer im Zimmer rumsticht.
Da fahrt der scho mal a Zusatzschicht,
im farbigen Dress, aber ja ned zu schlicht.
Is dann, fix und fertig vom Radeln, des Ende in Sicht
folgt nur no a Eintrag im Trainingsplan, a kloaner Bericht.
Ma kannt ja fast moana, de san alle ned dicht,
aber des stimmt nadirle dann a wieder nicht.

Enkelkinder wünschen dem Opa oder der Oma „Alles Gute“

Liebe Oma, lieber Opa,
du feierst deinen ?? Geburtstag heit,
kumma san a Menge Leit.
Und dene mecht I heit alle sogn,
über unsre Oma/unsern Opa da gibt´s nix zum Klogn.
Sie is/er is a Oma/Opa mit Leib und Sei (Seele)
und für uns Enkelkinder immer zur Stei (Stelle).
Mir wünschen „Alles Guade“, da griagst iaz sicher an Applaus,
und für uns schaut vielleicht a bisserl a Taschengeld raus!?

Was mach ich denn ab Freitag bloß?
Des is koa Frage, der Barthelmarkt geht los!
4 Tag lang is mir dann ned fad,
weil sich alles nur um den Barthelmarkt drahd.
Wer am Freitag umara fünfe kummt, der sicht,
wia der Buagamoasta des erste Fassl o´sticht.
Am Samstag, und a des dean scho sehr vui kenna,
da lassen´s dann die Pferdl renna.
Am Sonntag gibt´s a Mess im Zelt,
da wird dann a Zeitlang koa Maß ned b´stellt.
Vor allem der Montag hat a große Tradition,
da renna die meisten sehr friah zum Roßmarkt schon.
Und hinterher im Bierzelt, ned jeder konn´s vertrogn,
gibt´s glei des erste Masserl, und des auf nüachtern Mogn.
Was heier sunst no gibt a so?
Schauts doch einmal mal hi, dann segds es scho.
Für mi is klar, dass I wieder öfter kimm,
zum Barthelmarkt nach Oberstimm!

Wellness

Wellness – weils „in“ is!

Liebe …….,
I mecht dir ganz kurz unser Gschenk überreicha,
es dauert ned lang, I werd mi glei wieder schleicha.
Des Gschenk des griagst, weils du dich täglich schlauchst
I woaß gor ned sicher, ob du es brauchst.
Denn eigentlich host du dich ganz guad ghoidn
nur hi und do a kloane Foidn.
Wenn I di so oschau, dann glab I fast, mir ham uns verdoa,
aber I les dir trotzdem aus meiner Kartn voa.
Mir schenga dir an Gutschein für eine Wellness-Tour,
im ????-Hotel erlebst du Wellness pur.
Nach die ruhigen Tage, es san ja bloß a boor,
aber sicher werst du bei so vui Wellness bestimmt 100 Johr.
Mir hoffa, der Aufenthalt werd guad glinga,
Alles Guate liebe ????, da drauf sollt ma oan dringa.

Im Zugabteil sitzn voller Wonne
a Deitscher, a Holländer, a jungs Deandl und a Nonne.
Des Liacht im Abteil des is defekt
des hams bei der Durchfahrt durch an Tunnel entdeckt.
Und während die Fahrt durch den Tunnel fiehrt
is in dem Abteil dann was schrecklichs passiert.
A kurzer Kracher, es hod recht fest zischt
und scho hatte der Holländer oane dawischt.
Der Zug fohrt wieder aus dem Tunnel raus,
und koaner der Gäste wusste wos genaus.
Die Nonne hod denkt, der Deitsche, der Kerl
der wuid se vergreifa an den junga Derl.
Des hod nadirle ned funktioniert
und deswegn hod erm de oane gschmiert.
Des Deandl denkt, als der Licht erlischt,
da hod der Deitsche woi statt mi die Nonne dawischt.
De hod da drüber ned recht glacht
und deswegen hods im Tunnel glei kracht.
Der Holländer denkt se, der Deitsche, der Hund
der dappt an dem Derl rum ohne Grund.
De woid sich dafür revanschiern, doch der Deitsche hod se duckt,
drum hob I de Watschen aus Versehen gschluckt.
Der Deitsche denkt sich nur ganz lässig, so
im nächsten Tunnel hau I dem Holländer wieder oane ro.